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Waldbauern und Naturschützer diskutierten im Kreishaus

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Martin Hillenbrand (l.) bedankte sich mit Imkerhonig bei den Referenten des Abends; von links nach rechts: Dr. Philipp Freiherr Heeremann, Uwe Schölmerich, Dr. Wolfhard von Boeselager, Dr. Gerd Eckstein, Clemens Freiherr von Oer, Alfred Ededhoff
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Knapp 100 Interessierte fanden den Weg in das Kreishaus
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Unter anderem auch der Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz, Peter Hochhäuser

„Wird jetzt unser Wald verheizt?“ Diese provokante Frage haben jetzt im Borkener Kreishaus Waldbauern und Naturschützer diskutiert. Die Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken hatte im Rahmen der ersten Klimawoche im Kreis Borken zu der Veranstaltung eingeladen. Ziel war es, das Spannungsfeld zwischen der Energiegewinnung aus Holz und dem Wald als CO2-Speicher und Lebensraum für Pflanzen und Tiere auszuloten. Alle Teilnehmer plädierten für einen verantwortungsvollen Umfang mit dem Wald als Natur- und Erholungs-, aber auch als Wirtschaftsraum. Rund 100 Interessierte verfolgten die lebhafte Diskussion.  

Der Vorsitzende des Waldbauernverbandes NRW, Dr. Philipp Freiherr Heereman, warb um Verständnis für die Interessen der Waldbesitzer. 60 Prozent des Waldes in Nordrhein-Westfalen seien in privater Hand. Die Besitzer müssten Gewinne erwirtschaften. „Die Entscheidung, wie dieser Wald genutzt wird, geht über das Portmonee“, stellte er klar. Dabei sei aber auch bedeutend, dass der Wald für die nächsten Generationen erhalten werden solle. Im Münsterland gelte es vor allem Hecken als prägende Landschaftselemente zu schützen. Dazu müssten sie gepflegt und bewirtschaftet werden.

Die Interessen des Naturschutzes vertrat auf dem Podium Dr. Wolfhard von Boeselager. Er war unter anderem über viele Jahre stellvertretender Vorsitzender der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW. Boeselager, selbst Waldbesitzer, warb dafür den Wald nicht zu „fegen“. „Wir brauchen auch nicht bewirtschafteten Wald, um hier lebenden seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum zu geben“, betonte er. Besonders Alt- und Totholz seien für viele Arten von großer Bedeutung. Zudem sei Wald wichtig, um Kohlenstoff zu binden. Boselager plädierte: „Wir brauchen mehr Geld und mehr ganzheitliche Planung für den Naturschutz im Wald“.

Das Konzept des Dauerwaldes stellte Uwe Schölmerich, Landesvorsitzender NRW der Arbeitsgemeinschaft naturgemäße Waldwirtschaft, vor. Dabei werden aus einem Mischwald stets nur einzelne Bäume herausgenommen. Es findet kein Kahlschlag statt. Dadurch bleibt der Waldcharakter immer erhalten. „Dauerwald ist am wertstabilsten, artenreichsten und langlebigsten“, ist Schölmerich überzeugt.

Alfred Edelhoff vom Regionalforstamt Münsterland präsentierte Zahlen und Daten des Landesbetriebes Wald und Holz NRW. „Eine Überholzung findet nicht statt“, lautete seine Botschaft. Clemens Freiherr von Oer, Waldbesitzer und Betreiber einer Hackschnitzelheizung in Legden erläuterte die Bedeutung von Holz als energetischem Rohstoff. „Heizen mit Holz schafft Unabhängigkeit“, lautet seine Botschaft. Die aktuellen Ölpreise habe er schon nicht mehr präsent.

Vor allem Waldbauern, Landwirte, Vertreter von Forstbehörden, Holzhandel und Herstellern von Hackschnitzelheizungen beobachteten den Austausch auf dem Podium. Dr. Gerd Eckstein, Leiter der Abteilung Kreisentwicklung, moderierte die Veranstaltung.

Der Kreis Borken beteiligt sich am Projekt „Energiequelle Wallhecke“, das die Pflege von Hecken wirtschaftlich attraktiver machen soll. Das herausgenommene Holz wird in Form von Hackschnitzeln vermarktet. Im Kreis Borken werden aktuell 34 Prozent der benötigten Strommenge aus den erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Wasser und Biomasse gewonnen. Das geht aus der Internetseite www.energymap.info hervor. Energie und Wärme, die durch das Verbrennen von Holz gewonnen werden, kommen noch dazu.



Veranstaltung: "Wird jetzt unser Wald verheizt?"

Vorträge und Podiumsdiskussion am Mittwoch, 12.01.2011, 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr im Kreishaus Borken, Raum 2180

Unter dem Titel „Wird jetzt unser Wald verheizt?“ diskutieren am Mittwoch, 12. Oktober, Waldbauern und Naturschützer im Kreishaus in Borken. Die Veranstaltung der Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken beginnt um 19.30 Uhr. Alle Interessierten sind eingeladen über Möglichkeiten und Grenzen der Energiegewinnung aus dem Wald zu diskutieren. Die Teilnahme ist kostenlos.

Martin Hillenbrand, Vorsitzender der Naturfördergesellschaft, konnte für die Veranstaltung namhafte Referenten gewinnen. Der Vorsitzende des Waldbauernverbandes NRW, Dr. Philipp Freiherr Heereman, wird erläutern, welche wirtschaftlichen Funktionen der Wald aus seiner Sicht erfüllt. Als Vertreter des Naturschutzbundes (NABU) NRW befasst sich Dr. Wolfhard von Boeselager mit der Rolle des Waldes für den Naturschutz. Clemens Freiherr von Oer wird sich als Waldbesitzer und Betreiber einer Hackschnitzelheizung mit der Bedeutung von Holz als energetischem Rohstoff auseinandersetzen. Mit dabei sind außerdem Uwe Schölmerich, Landesvorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft naturgemäße Waldwirtschaft NRW“, und Alfred Edelhoff vom Regionalforstamt Münsterland. Nach den Kurzvorträgen sind Referenten und Gäste zur Diskussion eingeladen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der ersten Klimawoche im Kreis Borken statt. Die Naturfördergesellschaft möchte das Spannungsfeld zwischen der Energiegewinnung aus Holz und möglichen  Belastungen für die Umwelt beleuchten.




Mitgliederversammlung der Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken am 17.05.2011

Die diesjährige Mitgliedersammlung findet statt am

Dienstag, 17.05.2011, 20.00 Uhr

im Besucher -und Informationszentrum Tiergarten Schloss Raesfeld (Hagenwiese 40, 46348 Raesfeld).

Ab 19.00 Uhr führt Uwe Spelleken, Geschäftsführer des Trägervereins Tiergarten Schloss Raesfeld die Mitglieder der NFG fachkundig durch den Tiergarten. Eine Anmeldung zur Exkursion, die mit dem Fahrrad erfolgen soll, ist notwendig.

Kontakt: Geschäftsstelle Georg Nottelmann, 02861-821436, g.nottelmann(at)kreis-borken.de

Tiergarten Schloss Raesfeld

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Tagesordnung der Mitgliederversammlung 2011

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Genehmigung des Protokolls der Mitgliederversammlung 2010
  3. Bericht über Maßnahmen und Aktivitäten 2010
  4. Bericht der Geschäftsführung
  5. Bericht der Rechnungsprüfer/Entlastung des Vorstandes
  6. Sachstandsbericht zur Naturparkschau 2012 des Vereins Naturpark Hohe Mark Westmünsterland e. V. Referentin: Birgit Zimmermann
  7. Maßnahmenplanung und Ausblick 2011
  8. Anträge / Aufnahme von Mitgliedern
  9. Verschiedenes

Ausstellung "Biodiversität - ohne Honigbienen geht es nicht"

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Bei der Ausstellungseröffnung; v.l.n.r.: B. Krasenbrink (Imkerverein Bocholt), F.W. Brinkmann (Landesimkerverband), J. Weidemann (Imkerverein Rhede), J. Vennes (Kreisimkerverein)

Auf außerordentlich große Resonanz stieß jetzt die Austellung "Biodiversität - ohne Honigbienen geht es nicht", die der Kreisimkerverein, die Naturfördergesellschaft und der Kreis Borken in der Zeit vom 15. bis 22. Juni 2010 in der Kreisverwaltung zeigten. Kindergärten und Schulen aus Borken und der Umgebung nutzten gern das Angebot, sich durch die Ausstellung führen zu lassen und damit den theoretischen Schulstoff ganz anschaulich zu vertiefen. Denn die Mitglieder des Kreisimkervereins standen den etwa 500 interessierten großen und kleinen Besucherinnen und Besuchern in allen Fragen rund um das Thema Imkerei dabei Rede und Antwort.

Die vom Kreisimkerverein neu konzipierte Ausstellung beließ es dabei nicht bei theoretischen Inhalten. Vielmehr gab es neben vielen Gerätschaften rund um die Imkerei auch lebende Bienen, Honig zum Probieren und Wachs zum Anfassen zu bestaunen.

Fachbeirat der Naturfördergesellschaft wird neu besetzt

Ausgeschieden aus dem Fachbereirat der Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken sind jetzt Hans Glader als Vertreter des Nabu sowie Maria Leister, die für die Heimatvereine im Kreis Borken dieses Amt innehatte. Für sie wird Alfred Janning, Kreisheimatpfleger, in den Fachbeirat nachfolgen. Die Naturschutzverbände beraten derzeit die Nachfolge für Hans Glader.

Ein voller Erfolg: die Auftaktveranstaltung zur Ausstellung "Biodiversität - ohne Hongibienen geht es nicht"

Die Auswirkungen der „Agro-Gentechnik“ auf Landwirtschaft, Lebensmittel, Imkerei und Natur beleuchtete zum Auftakt zur Ausstellung "Biodiversität - ohne Honigbienen geht es nicht" in einem mit vielen Fotos und Grafiken illustrierten Vortrag Ulrike Rohlmann. Deutlich kritisierte die Referentin die Ausbringung gentechnisch veränderter Pflanzen und schilderte die aus ihrer Sicht bestehenden vielfältigen Gefahren, die daraus für Fauna – nicht nur für die Bienen – und Flora resultieren. Ohne Bienen keine Früchte, keine Samen, keine Tiere, keine Menschen lautete ihre Schlussfolgerung. Sie warb daher für das Netzwerk „Imker für genfreie Regionen“, das sich intensiv mit den Auswirkungen der Agro-Gentechnik auf die biologische Vielfalt, insbesondere auf Menschen und Bienen, auseinandersetzt. Das Netzwerk fordert in diesem Zusammenhang den Schutz der Bienen und die Förderung der Imkerei, die durch zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft mit Pestiziden und gentechnisch veränderten Pflanzen in ihrer Existenz gefährdet seien. Deutlich spreche sich das Netzwerk gegen Gentechnik in der Landwirtschaft, in der Natur und in Lebensmitteln aus und plädiere für ein Verbot genmanipulierter Tiere und Pflanzen.

Der Vorsitzende des Kreisimkervereins, Hans Vennes, schloss die Auftaktveranstaltung mit dem Hinweis darauf, für die Ausstellung „Biodiversität – ohne Bienen geht es nicht!“ zu werben.

Poster BiodiversitätKlicken um Bild zu vergrößern

Biodiversität - ohne Honigbienen geht es nicht

Vom 15.Juni bis 22.Juni 2010 zeigen der Kreisimkervereins, die Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken und der Kreises Borken welche Bedeutung die Honigbiene im Naturhaushalt hat.

Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zu sehen. Der Eintritt ist frei. Mitglieder des Kreisimkervereins sind während der Öffnungszeiten vor Ort, um durch die Ausstellung zu führen und Fragen zu beantworten.

Mitgliederversammlung der Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken

Am Montag, 07.06.2010 um 19.30 Uhr findet im Burghotel Paß in Südlohn-Oeding die diesjährige Mitgliederversammlung der Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken statt. Neben dem Bericht über Maßnahmen und Aktivitäten 2009 soll dabei auch ein Blick geworfen werden auf das Programm 2010, unter anderem auf die Aktivitäten zum 20-jährigen Jubiläum in diesem Jahr. 

Herr Dr. Matthias Kaiser - Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) wird dann in seinem Vortrag "Artenvielfalt in NRW – Daten, Fakten, Veränderungen, Verantwortlichkeiten“ das Jahresthema der Naturfördergesellschaft aufnehmen. Alle Mitglieder der Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

NaturGenusstage NRW 2010 in Rhede

20 Jahre Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken – für uns ein Grund, in Kooperation mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, den Städten Hamminkeln und Rhede, den Kreisen Wesel und Borken und dem Genussregion Niederrhein e.V. am 13. Juni 2010 auf dem Bauernhof der Familie Rülfing und unter Schirmherrschaft von Minister Eckhard Uhlenberg die NaturGenusstage NRW auszurufen.

Dort wo Niederrhein und Münsterland sich treffen, werden sich die beiden Landesteile in Sachen Natur und Landschaft, Naturerleben, regionale Spezialitäten, gesunde Ernährung, Landwirtschaft, Ernährungshandwerk und Gastronomie sowie Tourismus von ihrer informativen und kulinarischen Seite präsentieren. Knapp 70 Akteure aus den benannten Bereichen locken mit ihren Informations-, Probier- und Verkaufsständen und ihren kulturellen Darbietungen viele tausend Genießer an.

Die Naturfördergesellschaft lädt alle Mitglieder sowie deren Familien herzlich ein, mit ihr den 20. Geburtstag an diesem Tag zu feiern.

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Feldstreifenprogramm deutlich erweitert

Etwa 12 ha Fläche hat die Naturfördergesellschaft in diesem Jahr neu in ihr Feldstreifenprogramm aufgenommen und damit die bisher unter Vertrag genommene Fläche vervierfacht. mehr...


Naturfördergesellschaft mit neuem Vorstand

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Die Mitgliederversammlung der Naturfördergesellschaft hat im April einen neuen Vorstand gewählt. Vorsitzender bleibt Martin Hillenbrand. Er wird unterstützt von Gerd Schulze Hauling und Heinrich Lefert.